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Parkinson und Ernährung

Parkinson und Ernährung

Die Parkinson-Krankheit und die Ernährung

„Regelmäßig bewegen und gesund essen“ ist ein Ratschlag, den sich jeder Mensch zu Herzen nehmen sollte. Für Parkinson-Patienten ist eine ausgewogene Ernährung allerdings noch wichtiger. Also viel Obst, Gemüse und andere komplexe Kohlenhydrate wie Getreide und bestimmte Proteine. Natürlich müssen Sie auch genug trinken. Nachstehend einige Ernährungstipps und Ratschläge von der britischen Ernährungsberaterin Nan Millette. Eigens für Parkinson-Patienten! Finden Sie heraus, ob Sie sich bereits richtig ernähren oder ob Sie Ihre Essgewohnheiten ändern müssen.

Viel Wasser trinken

Das Trinken (8 -10 Tassen/Gläser Wasser täglich) ist ein ganz wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung und hilft, Verstopfungen zu mindern – Kaffee und Tee zählen nicht, weil diese eine austrocknende Wirkung haben.

Trockener Mund?

Trinken Sie mehr, nehmen Sie oft kleine Schlückchen Wasser, lutschen Sie einen Eiswürfel oder benutzen Sie ein Mundspray oder Mundwasser. Auch das Lutschen eines Bonbons oder das Kauen eines Kaugummis kann helfen, die Speichelproduktion anzuregen und einen trockenen Mund zu vermindern.

Kohlenhydrate und Zucker

Eine Dyskinesie verschlimmert nach dem Essen von Nahrungsmitteln, die reich an Kohlenhydraten und Zucker sind. Kohlenhydrate sind jedoch von entscheidender Bedeutung für die Wahrung des Körpergewichts und Energieniveaus.

Schluckprobleme?

Erleichtern Sie sich das Schlucken, indem Sie vor dem Essen einige Male gähnen, um den Hals zu entspannen (sofern dieser verspannt ist). Halten Sie das Kinn nah an die Brust und nehmen Sie eine gute und bequeme Haltung ein. Trinken Sie kleine Schlückchen Wasser und geben Sie kleine Mengen Essen auf die Gabel oder den Löffel.

Verstopfungen?

Essen Sie zu festen Zeiten und sorgen Sie für eine ausgewogene Ernährung. Außerdem sollten Sie viel trinken und regelmäßig Sport treiben.

Die allgemeinen aktuellen Ernähungsempfehlungen sind:

  • eine tägliche Energiezufuhr von etwa 25 bis 30 Kalorien pro Kilo Körpergewicht (zusätzliche Kalorien sind erforderlich, wenn Sie an Dyskinesien leiden).
  • ein Kohlenhydrate-zu-Protein-Verhältnis von mindestens 4:1 oder 5:1
  • eine tägliche Proteinzufuhr von ca. 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht
  • drei ausgewogenen Mahlzeiten am Tag, wird empfohlen. Doch manche Parkinson-Patienten essen lieber öfter kleinere Mahlzeiten. Und wer sich bereits gesund und ausgewogen ernährt, braucht seine Essgewohnheiten womöglich gar nicht zu ändern.

Hier noch einige praktische Tipps:

  • Trinken Sie heiße Getränke aus einem isolierten Becher – so vermeiden Sie, dass das Getränk schnell abkühlt. Schnabeltassen sind eine gute Trinkhilfe und ermöglichen kleckerfreies Trinken.
  • Schenken Sie Tassen und Becher nicht zu voll. Ein Trinkhalm kann nützlich sein. Tassen/Becher mit einer Beschwerung können helfen, ein Zittern während des Trinkens zu vermeiden.
  • Servieren Sie das Essen auf einem etwas höheren Niveau. stellen Sie den Teller zum Beispiel auf einen kleinen Karton oder Ständer. So ist das Essen näher am Mund.
  • Stellen Sie den Teller auf einen Gummiuntersatz, damit er nicht wegrutschen kann.
  • Von einigen Nahrungsmitteln, Vitaminpräparaten oder ungewöhnlichen Diäten wird in der Werbung behauptet, sie würden die Parkinson-Krankheit lindern. Häufig kann jedoch nicht nachgewiesen werden, dass das tatsächlich der Fall ist.

Besprechen Sie eine Diät immer erst mit Ihrem Arzt oder Ernährungsberater!

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