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15 Juni 2022

In einer Woche 900 km Rad fahren für REMPET-3-Forschungsprojekt

Eef Barendrecht (54) leidet unter der REMSchlaf- Verhaltensstörung (RBD). Während eines Familienurlaubs fällt seine Unruhe im Schlaf zum ersten Mal auf.

Der Hausarzt überweist Eef mehrmals in ein Schlaflabor, doch es kann nichts Auffälliges festgestellt werden. Erst einem jungen Neurologen im SEIN-Schlafzentrum im niederländischen Zwolle gelingt es im Oktober 2021, eine differenziertere Diagnose zu stellen: „Sie leiden unter der REM-Schlaf-Verhaltensstörung. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie in Zukunft an Parkinson, multipler Systematrophie oder Lewy-Body-Demenz erkranken werden.” Tatsächlich entwickeln 6 % der Betroffenen im Jahr Parkinson-Symptome. 4 von 5 Betroffenen erkranken innerhalb von 15 Jahren an Morbus Parkinson.

Umgang mit der Diagnose

Eef ist vom ersten Moment an entschlossen, positiv zu bleiben. Der leidenschaftliche Freizeit- Radrennfahrer unternimmt auch weiter mehrmals wöchentlich lange Radtouren von 50 bis 100 km. Während der Wintermonate investiert Eef viel Zeit in die Suche nach Informationen über seine Krankheit und stößt auf die Forschungsarbeit von Prof. Leenders am University Medical Center in Groningen. Er nimmt spontan Kontakt auf und vereinbart im Februar 2022 einen Termin. In dem Gespräch erfährt er alles über die Arbeit des Wissenschaftlers und das REMPET Forschungsprojekt. „Die Arbeit von Prof. Leenders und seinem Team hat mich sehr beeindruckt. Wenn es gelingt, Parkinson und andere neurodegenerative Krankheiten in einem frühen Stadium nachzuweisen und sogar zu ermitteln, in welchem Stadium der Krankheit sich der Patient befindet, wäre dies ein fantastischer Fortschritt!”

Je nachdem, woher der Wind weht, lande ich in Kopenhagen, La Rochelle oder Prag!

– Eef Barendrecht, Parkinson-Patient

 

Spenden sammeln für die Forschung

Eef ist entschlossen, die Arbeit von Prof. Leenders aktiv zu unterstützen: „Ich will in einer Woche 900 km Rad fahren, um Spenden für das REMPET-3- Forschungsprojekt zu sammeln!” Die Tour soll am Sonntag, den 1. Juli starten. Wohin Eef radeln wird, überlässt er den Launen der Natur: „Es steht nicht die sportliche Leistung im Vordergrund, sondern ich möchte die Erfahrung genießen. Darum wähle ich meine Route nach dem Rückenwind aus. Je nachdem, woher der Wind weht, lande ich zum Beispiel in Kopenhagen, La Rochelle oder Prag!” Wir sind genauso gespannt wie Eef, wohin die Reise gehen wird, und wünschen ihm schon jetzt viel Erfolg.

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