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11 Dezember 2019

Fortschritte unserer Forschungsprojekte

Im Rahmen der randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten PROMESA-Studie wurde erstmals das Wirkprinzip der Hemmung krankhafter Eiweißverklumpung (Aggregation von α-Synuclein) bei einer atypischen Parkinson- Krankheit, der Multiplen Systematrophie (MSA), untersucht.

Ergebnis: EGCG hat keinen Einfluss auf den klinischen Krankheitsverlauf der MSA, trotzdem deuten die Biomarkerbefunde einen vielversprechenden Wirkmechanismus an.

Das Ergebnis der Studie, deren Planung bereits 2012 begann, wurde am 27. September 2019 publiziert. Ziel der Studie war es, Sicherheit und Verträglichkeit sowie Wirksamkeit auf die MSA-Progression der in Grüntee enthaltenen Substanz Epigallocatechingallat (EGCG) zu evaluieren. EGCG verhindert in Zellkulturen die Aggregation von α-Synuclein. 92 MSA-Patienten erhielten über 48 Wochen randomisiert hochdosiertes EGCG oder Placebo. Im Ergebnis zeigten die klinischen Tests nach einem knappen Jahr keine signifikanten Unterschiede zwischen der EGCG- und der Placebogruppe. Jedoch fand sich in MRT-Untersuchungen bei Patienten der EGCG-Gruppe ein signifikant geringerer Gewebeschwund (Atrophie) in den von MSA betroffenen Gehirnarealen (z.B. dem sogenannten Striatum). „Einzelne Fälle von Lebertoxizität zeigten aber, dass EGCG in höheren Dosierungen zur Behandlung der MSA nicht empfohlen werden kann,“ so Prof. Höglinger.

Der nächste Schritt: Entwicklung weiterer Medikamente, die den gleichen molekularen Wirkmechanismus wie EGCG besitzen, aber bessere Verträglichkeit und Wirksamkeit erzielen.

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