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28 März 2019

REMSKIN 8 / 18 Studie

Prof. Dr. Claudia Sommer, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie sowie leitende Oberärztin der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Würzburg, führt gemeinsam mit Prof. Dr. W. Oertel vom Universitätsklinikum Marburg und Dr. K. Doppler, Universitätsklinikum Würzburg, eine Studie zum Thema‚ Frühdiagnose des M. Parkinson aus der Haut‘ durch. Der ParkinsonFonds Deutschland wertet diese Studie als besonders förderungswürdig und finanziert sie mit 270.000 Euro, verteilt auf 3 Jahre.

 

Forscher: Prof. Dr. C. Sommer, Prof. Dr. W. Oertel, Dr. K. Doppler
Institut: Universitätsklinikum Würzburg, Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Marburg, Neurologische Klinik
Dauer: 3 Jahre
Kosten: 270.000 Euro

Nachweis von Parkinson in der Haut

Grundstein der Studie ist die Erkenntnis vorheriger Studien, dass bei Patienten mit Morbus Parkinson das Protein phosphoryliertes Alpha-Synuclein leicht zugänglich in der Haut nachgewiesen werden kann. Dieser Forschungserfolg spielt laut Prof. Sommer eine sehr wichtige Rolle in der Entwicklung von Wegen zur Frühdiagnose: „Im Gehirn ist der Nachweis von Alpha-Synuclein-Ablagerungen beweisend für das Vorliegen eines Morbus Parkinson. Wenn wir es in der Haut nachweisen können, können wir die definitive Diagnose des Morbus Parkinson stellen.“

Ziel: Frühdiagnose und frühzeitige Behandlung

In ihrer Studie untersucht sie mit ihren Kollegen, ob phosphoryliertes Alpha-Synuclein bereits in Frühstadien der Erkrankung oder in prämotorischen Stadien nachweisbar ist. „Die definitive Diagnose im Frühstadium wird um so wichtiger, je mehr potenziell vorbeugende Medikamente entwickelt werden, bzw. Medikamente, die im Frühstadium die Erkrankung aufhalten können“, kündigt Prof. Sommer an. Auch für Nicht-Erkrankte hätte diese Entwicklung eine besondere Bedeutung, denn sobald Medikamente zur Vorbeugung zur Verfügung stehen, könne man Risikopatienten sehr früh entdecken und behandeln.

Update Studie

Ein großes Anliegen der Parkinsonforschung ist es, die Erkrankung vor Ausbruch der Symptome sicher diagnostizieren zu können, um in Zukunft die Patientinnen und Patienten identifizieren zu können, die von einer vorbeugenden Therapie profitieren können.

Menschen, die an einer REM-Schlafverhaltensstörung (englisch REM sleep behaviour disorder – RBD) leiden, haben ein sehr hohes Risiko, in 10 – 15 Jahren an der Parkinson-Krankheit zu erkranken. RBD wird meist durch den Partner erkannt, da die Betroffenen ihre Träume ausagieren, d.h. sie bewegen sich im Schlaf, schlagen um sich oder sprechen laut. Im Gehirn ist der definitive Beweis des Morbus Parkinson der Nachweis von pathologischen (phosphorylierten) Formen des Eiweißes alfa-Synuclein.

In den letzten Jahren konnten wir auch in der Haut von Patienten mit M. Parkinson solche Ablagerungen von phosphoryliertem alfa-Synuclein feststellen und somit eine nicht-invasive Methode zur pathologischen Diagnostik der Erkrankung etablieren. In der gerade abgeschlossenen Studie zur Früherkennung der Parkinson-Krankheit bei Menschen mit RBD konnten wir diese Ablagerungen auch bei den meisten der RBD-Patienten nachweisen. Die Ablagerungen korrelierten mit anderen Markern für Parkinson-Frühstadien wie Riechstörungen oder auffälligen Befunden in der nuklearmedizinischen Untersuchung (FP-CIT-SPECT).

Jetzt wird diese Gruppe von RBD-Patienten nachverfolgt, um herauszufinden, ob und wann die Patienten mit phospho-alfa-Synuclein Ablagerungen in der Haut einen M. Parkinson entwickeln.

 

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