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30 Oktober 2019

Kontinuierliche Förderung junger Wissenschaftler

Preisvergabe in Stuttgart: DPG vergibt Preisgelder in Höhe von 162 500 Euro

Eines der besonderen Anliegen der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) unter dem aktuellen 1. Vorsitzenden Herr Prof. Höglinger ist die Förderung junger Wissenschaftler und Forscher auf dem Gebiet der Parkinson-Erkrankung und anderer Bewegungsstörungen. So hat die Gesellschaft auch in diesem Jahr „Wissenschaftspreise“ und „Nachwuchsförderung“ ausgeschrieben, um die Projekte und Forschungsarbeiten ambitionierter junger Wissenschaftler*innen und Forscher*innen finanziell zu unterstützen.

Die Summe der ausgeschütteten Preisgelder ist in diesem Jahr auf 162 500 Euro angestiegen. Möglich wurde die Ausschreibung der Preise durch Eigenmittel der DPG (100.000 Euro) und die großzügige Unterstützung des ParkinsonFonds Deutschland gGmbH, der 50.000 Euro für die Nachwuchsförderung bereitstellte, und einer Spende der Firma AbbVie Deutschland GmbH in Höhe von 12.500 Euro.

ParkinsonFonds Deutschland gGmbH und die Firma AbbVie Deutschland GmbH unterstützen die Gesellschaft schon seit mehreren Jahren und helfen bei der Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben.

In einem rigorosen Begutachtungsverfahren hat der Vorstand aus einem exzellenten Bewerberfeld von insgesamt 22 vorgelegten Anträgen insgesamt sieben Preisträger ausgewählt, wobei der „Wissenschaftspreis“ auf drei Gewinner aufgeteilt wurde.

Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Stuttgart konnte sich der Vorstand am 26.09.2019 über eine ausserordentlich gut besuchte Veranstaltung freuen: die Preisverleihung fand im Rahmen eines von DPG organisierten Symposiums während des 92. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie statt. Schließlich konnte Frau Prof. Karla Eggert nachstehende Gewinner auf die Bühne rufen:

Nachwuchsförderung

der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. (100.000 EUR), unterstützt durch eine großzügige Spende der ParkinsonFonds Deutschland gGmbH (50.000 EUR):

Dr. med. Jannik Prasuhn, UKSH Lübeck

Breitband-Nahinfrarotspektroskopie zur Identifizierung mitochondrialer Endophänotypen der Parkinsonerkrankung (25.000 Euro)

Martin Henrich, UKGM Marburg

Testing the Braak hypothesis: Initiation of Lewy-like pathology by injection of α-synuclein preformed fibrils in three different Braak stages (25.000 Euro)

Prof. Dr. Florian Beißner, MHH Hannover

Pathophysiology of neurogenic orthostatic hypotension in patients with
Multiple System Atrophy – a functional MRI study (50.000 Euro)

Priv.-Doz. Dr. med. Franziska Hopfner, LMU München / Oxford

Assessing range and phenotype of tremor in the normal population using digital spiral analysis (50.000 Euro)

Wissenschaftspreis

der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V., finanziert durch eine großzügige Spende der AbbVie Deutschland GmbH (12.500 Euro):

Andreas Peukert, TU München

Investigation of the protective efficacy of alpha-synuclein-specific antibodies in a novel neuronal cell model for synucleinopathies (4.000 Euro)

Dr. med. Nicolo Pozzi, JMU Würzburg

Freezing of gait in Parkinson’s disease reflects a sudden derangement of locomotor network dynamics (4.000 Euro)

Stephanie Stangl, JMU Würzburg

Qualitätssicherung innovativer invasiver Verfahren in der Therapie von Parkinsonpatienten (QualiPa) (4.500 Euro).

Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen beabsichtig, die Preise auch im kommenden Jahr wieder auszuschreiben und auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) 2020 in Berlin zu verleihen.

©DGN/Jürgen Biniasch

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