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15 Dezember 2015

Interview mit Herrn Dr. med. Thomas Köglsperger

„Ultimativ wollen wir damit dazu beitragen, neue und wirksame Therapien für die Parkinson-Krankheit zu entwickeln.“ 

Interview mit Herrn Dr. med. Thomas Köglsperger, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) & Technische Universität München (TUM)

Wie kam es dazu, dass Sie aktuell als Neurologe die Ursachen von Parkinson erforschen?

Nach dem Studium der Humanmedizin in Freiburg, Zürich und Boston habe ich ein Postdoc-Fellowship am ‚Center for Neurologic Diseaes‘ (CND) an der Harvard Medical School in Boston absolviert. Dort habe ich mich vor allem mit den molekularen und zellulären Mechanismen neurodegenerativer Erkrankungen beschäftigt. Schon während meiner klinischen Ausbildung am Klinikum der Universität München habe ich mich immer sehr für Bewegungsstörungen interessiert. Die Untersuchung der Parkinson-Krankheit und damit verwandter Krankheitsbilder erlaubt es mir deshalb, meine ärztlichen und wissenschaftlichen Interessen gut zu vereinen.

Worum geht es in Ihrer Forschung?

Im Rahmen unserer Forschung, die vom ParkinsonFonds Deutschland gefördert wird, untersuchen wir die Mechanismen der Krankheitsentstehung und -progression bei Parkinson. Ganz besonders interessiert uns dabei die Prion-ähnliche Verbreitung bestimmter für Parkinson relevante Proteine, wie z.B. Alpha-Synuclein. Wir verwenden dazu Nervenzellen in Kultur, um zu verstehen, warum es bei Parkinson zum Zelltod von für die Koordination der Bewegung bedeutsamen Nervenzellen kommt, und warum der Untergang von Nervenzellen im Gehirn fortschreitet.

Was ist das Ziel Ihrer Studie?

Ultimativ wollen wir damit dazu beitragen, neue und wirksame Therapien für die Parkinson-Krankheit zu entwickeln, indem wir deren Ursachen besser verstehen lernen und konkret herausfinden, welche Gründe für den Untergang von Nervenzellen bei Parkinson verantwortlich sind.

Werden Sie den Patienten neuen Grund zur Hoffnung geben?

Die Ursachen von Parkinson sind komplex und die Entwicklung neuer Therapien entsprechend langwierig. Trotzdem lassen die Ergebnisse der Forschungsarbeiten der vergangenen Jahre insgesamt hoffen, dass die Krankheitsprogression in Zukunft wirksamer verhindert werden kann, als das bisher der Fall war. Auch wir wollen mit unserer Forschung einen Beitrag dazu leisten.

Wird Ihre Studie den Patienten konkret im Alltag helfen?

Wenn es in Zukunft gelänge, die Krankheitsprogression wirksam aufzuhalten, wäre damit die Prävention von schwerwiegenden, körperlichen Einschränkungen im Alltag denkbar, wie sie typischerweise in späteren Krankheitsphasen auftreten.

Was empfehlen Sie Erkrankten im Umgang mit der Krankheit?

Eine fachlich kompetente Beratung und Betreuung durch in der Parkinson-Erkrankung versierte Ärztinnen und Ärzte als wichtige Stütze und für die bestmögliche Kontrolle der Symptomatik.

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