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18 Mai 2026

Update aus der Forschung:

Wie Acetyl-DL-Leucin neue Hoffnung schenkt

Ein Rückblick auf den Informationstag in Marburg und der aktuelle Stand der vom ParkinsonFonds Deutschland geförderten Studien. Erfahren Sie, welche neuen Erkenntnisse die Forschung aktuell gewinnt, warum echte Durchbrüche Zeit brauchen und wie Ihre Unterstützung diesen Weg überhaupt erst möglich macht.

Am 31. Oktober besuchten über 140 Gäste die Forschungseinrichtung der Klinik für Neurologie an der Philipps-Universität Marburg.

Und für die Teilnehmer/innen, die unter anderem aus Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich und Portugal anreisten, war es weit mehr als nur eine Tag voller Vorträge. Denn das Team um Prof. Dr. Oertel, Dr. Dr. Fanni Geibl und Dr. Martin Henrich nahm sich Zeit, um Grundlagenforschung und klinische Diagnostik für Betroffene und Angehörige greifbar zu machen.

Das spiegelte sich auch in den positiven Rückmeldungen wider: Gut 90 Prozent der befragten Teilnehmer gaben an, weitere Veranstaltungen des ParkinsonFonds besuchen zu wollen. Besonders freuten sich die Besucher über den Austausch mit anderen Betroffenen sowie den Forschenden. Ein Teilnehmer fasste die Stimmung treffend zusammen: Er war vor allem bewegt von den vielen Gesichtern, die von der Krankheit gezeichnet sind, und dem „unerschütterlichen Engagement“ von Professor Oertel.

Im Fokus der Förderung: Acetyl-DL-Leucin (ADLL)

Hinter dem wissenschaftlichen Namen Acetyl-DLLeucin verbirgt sich für viele Menschen eine ganz einfache, aber tiefe Hoffnung: die Krankheit nicht nur zu lindern, sondern sie vielleicht schon in einem frühen Stadium aufhalten zu können. Der Parkinson Fonds Deutschland fördert diese unabhängige Forschung bereits intensiv.

Die bisherige Pilotstudie begleitete einige Patienten, die an einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung litten, einem bekannten Vorstadium von Parkinson. Die Ergebnisse machten Mut: Hirnscans zeigten, dass sich neurodegenerative Veränderungen im Gehirn womöglich teilweise zurückgebildet hatten.

Was das für den echten Alltag bedeutet, brachte einer der Patienten auf den Punkt: Er verdanke dieser Studie sehr viel, da der Verlauf im Vorstadium bislang gestoppt sei und er sein Leben mit der Familie weiterhin genießen könne. Ein anderer ergänzte, er habe an die Forschung geglaubt und sehe nun, dass es richtig war, die Hoffnung nie aufzugeben.

„Ich wusste gar nicht, dass mein Geruchsempfinden so schlecht ist?“ Die Teilnehmer dokumentieren die Ergebnisse ihres Geruchstests.

Wie geht es weiter? Ein exklusives Update

Forschung erfordert Geduld, aber die Vorbereitungen der nächsten Schritte läuft bereits auf Hochtouren. Die Wissenschaftler/innen begleiten die Patient/innen der Pilotstudie weiterhin engmaschig.  Nach nun vier Jahren steht eine erneute, umfassende Untersuchung an, um zu sehen, wie sich die Werte langfristig entwickelt haben.

Gleichzeitig werten die Forscher/innen die erfolgreichen aktuellen Laborexperimente aus. Sie wollen genau verstehen, wie ADLL tief im Inneren der Zellen seine Wirkung entfaltet.

Bis Ende des Jahres rechnen die Forschenden mit den finalen Ergebnissen dieser Auswertungen. Sobald diese Basis steht, ist der nächste große Meilenstein geplant: Eine deutlich umfangreichere klinische Studie soll starten, an der 60 Personen mit REM-Schlafverhaltensstörung teilnehmen.

Ein Parkinson-Patient berichtet über seinen Selbstversuch mit Acetyl-Leucin.

Warum wir Sie an unserer Seite brauchen

Solche wegweisenden wissenschaftlichen Vorhaben werden oft nicht ausreichend durch öffentliche Mittel getragen. Sie basieren stark auf dem Vertrauen und der Großzügigkeit privater Förder/innen des ParkinsonFonds Deutschland. Daher sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Jeder Beitrag ist dabei ein direktes Investment in den Fortschritt, sei es für unverzichtbare Laborausstattung, komplexe Zellanalysen oder die Auswertung am Elektronenmikroskop.

Bitte helfen Sie mit, aus dieser wissenschaftlichen Hoffnung bald eine echte Perspektive für Hunderttausende Betroffene zu machen.

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