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10 April 2019

Die Parkinson-Krankheit hat viele Gesichter

Die Parkinson-Krankheit äußert sich auf vielfältige Weise und jeder Betroffenen leidet an unterschiedlichen Symptomen. Die Erkrankung ist nicht immer äußerlich erkennbar. Parkinson-Patienten müssen lernen, mit den Auswirkungen der diversen Krankheits-Symptome zu leben.

„Kaum im Ruhestand erhielt ich die Diagnose ‘Parkinson’. Diese zwang mich, mein Leben einzuschränken, anstatt es unbeschwert in vollen Zügen zu genießen. Trotzdem war ich fähig, die Krankheit sofort zu akzeptieren. Ich bin fest davon überzeugt, dass es im Leben auf die Einstellung ankommt und darauf, was man selbst daraus macht – egal wie die Umstände sein mögen.

Ganz gleich wie positiv meine Einstellung auch sein mag, die Symptome haben sich über die Jahre verschlechtert. Am Morgen ist mein ganzer Körper steif, ich kann kaum laufen. Dank meiner Medikamente bin ich aber tagsüber recht mobil. Am Abend ist meine Mobilität stark eingeschränkt, das macht das Essen zu einer wahren Herausforderung. Doch zum Glück brauche ich dabei keine Hilfe. Um 22.00 Uhr bin ich dann völlig erschöpft.

Ich denke, dass ich noch immer recht leistungsfähig bin, doch ich bin mir nicht sicher, wie es nächstes Jahr aussehen wird. Man weiß nie, welches Symptom als Nächstes auftauchen könnte. Bei einige Parkinson-Patienten verschlechtert sich der Zustand sehr schnell. Ein Bekannter, der an Parkinson leidet, ist inkontinent und weiß gar nichts mehr. Vor dieser Vorstellung für die Zukunft habe ich große Angst.

Sie haben Parkinson nicht allein. Meine liebe Frau hilft mir mit allem. Sie achtet darauf, dass ich meine Medikamente pünktlich einnehme und ist mittlerweile meine Vollzeit-Betreuerin. Es ist schwer für mich zu akzeptieren, dass ich so unselbständig geworden bin.

Wenn ich angespannt bin, beeinträchtigt dies meine Stimme. Sie wird heiser und leiser, und ich werde kurzatmig. Bei einer Besprechung oder wenn ich mit Freunden rede, kann ich nicht mehr spontan reagieren. Ich muss nach Worten und Formulierungen suchen, alles läuft langsamer. Ich habe keine Kontrolle über meine Handschrift, die nun unordentlich und fast unleserlich ist.

Meine kognitiven Fähigkeiten verschlechtern sich ebenso. Ich kann beispielsweise nicht mehr Kopfrechnen. Wir können noch immer gemeinsam in Urlaub fahren, doch auf eine sehr eingeschränkte Weise. Und wir können noch immer etwas mit unseren Enkeln unternehmen. Wenn ich noch einige weitere Jahre so wie bisher weitermachen kann, kann ich das gut akzeptieren.“

 

Die Parkinsonsche Krankheit verhindern oder heilen. Das ist das oberste Ziel des ParkinsonFonds Deutschland. Deshalb finanzieren wir wichtige Forschungsstudien von führenden Ärzten und Wissenschaftlern.

Mit Ihrer sehr geschätzten Unterstützung können wir die Krankheit besiegen und ein Heilmittel finden!

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