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13 Juli 2016

10 weniger bekannte Symptome der Parkinson-Krankheit

10 weniger bekannte Symptome der Parkinson-Krankheit

Bevor bei Ihnen oder einem nahestehenden Menschen die Parkinson-Krankheit diagnostiziert wurde, waren wahrscheinlich nur die auffälligsten Symptome der Krankheit wie das Zittern (Tremor), Muskelsteifheit und verlangsamte Bewegungen bekannt.

Aber die Krankheit hat noch viel mehr Symptome.

 

Einige Symptome sind sichtbar, andere wiederum nicht. Die Unkenntnis über die Symptome von Parkinson kann einer guten Diagnose der Krankheit im Weg stehen. Für Menschen mit Parkinson kann es oft schwierig zu erkennen sein, ob einige der Symptome nun von der Parkinson-Krankheit oder von anderen Ursachen stammen. Und wenn man nicht erkennt, dass es ein Symptom der Parkinson-Krankheit ist, dann weiß man auch nicht, dass es vielleicht behandelt werden kann. Manchmal kann die Erkenntnis, dass eine körperliche oder geistige Beschwerde zu dieser Krankheit gehört Sie überrumpeln, aber Wissen ist Macht. Wenn sich eine neue Beschwerde hervortut und Sie nicht sicher sind, ob sie mit der Parkinson-Krankheit zusammenhängt, dann sollten Sie mir Ihrem Arzt sprechen.

10  weniger bekannte Symptome der Parkinson-Krankheit

  1. Schlafprobleme. Verschiedene Schlafprobleme können ein Teil der Parkinson-Krankheit sein, wie z. B. Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit während des Tages und REM-Schlaf-Verhaltensstörungen.
  2. Depressionen und Angststörungen. Nach Erhalt der schwerwiegenden Diagnose können Depressionen völlig normal sein, aber Depressivität ist auch ein Merkmal der Parkinson-Krankheit.
  3. Stimmvolumen. Parkinson kann bewirken, dass das Stimmvolumen geringer und die Sprache undeutlicher wird. Diese Probleme treten bei der Koordinierung des Atems auf. Außerdem ist es schwierig, immer im selben Tempo zu sprechen: Das Tempo wird stets höher und verringert die Verständlichkeit. Menschen, die singen, erfahren oft, dass ihre Musikalität von der Parkinson-Krankheit angegriffen ist. Ein Behandlungsplan mit einem Logopäden kann helfen.
  4. Verlust des Geruchssinns. Die Mehrheit der Parkinson-Patienten leiden am Verlust des Geruchssinnes. Dieses Symptom zählt oft zu den der ersten Krankheitsmerkmalen.
  5. Kognitive Probleme. Nicht gleich jeder Patient ist davon betroffen, aber einige Parkinson-Patienten leiden unter Gedächtnisverlust, Schwierigkeiten mit Multitasking oder Konzentrationsproblemen. Die Symptome variieren von leichten Anzeichen der Parkinson-Demenz.
  6. Parkinson-Patienten leiden oft an orthostatischer Hypotension, mit anderen Worten, einen plötzlichen Blutdruckabfall beim Stehen. Dies tritt auf, wenn der Patient von einer Sitz- oder liegenden Position in eine aufrechte Position wechselt oder zu lange aufrecht steht. Die Symptome eines Blutdruckabfalls sind: Schwindel, extremes Schwächegefühl und Sehstörungen (z. B. ’schwarzer Schleier‘ vor den Augen). Um welche Ursache handelt es sich? Normalerweise regelt das vegetative Nervensystem den arteriellen Blutdruck, auch bei einer Haltungsänderung. Bei Parkinson-Patienten geschieht das jedoch nicht mehr automatisch, weil die Krankheit das vegetative Nervensystem angreift.
  7. Dystonie. Dystonie ist eine Bewegungsstörung. Dort, wo das Gehirn die Koordination unserer Bewegungen steuert, läuft bei Dystoniepatienten etwas falsch, wodurch unfreiwillige, unkontrollierbare Muskelkontraktionen und Verkrampfungen auftreten. Dadurch können drehende, windende Bewegungen entstehen, unnatürliche Handlungen von einem oder mehreren Körperteilen.
  8. Parkinson-Maskengesicht. Schwache Gesichts- und Halsmuskulatur. Das Sprechen und Schlucken kann schwieriger werden, der Patient kann auch leiser und monotoner sprechen. Die Gesichtsmuskulatur verliert die Bewegungsmöglichkeit und in ausgeprägten Fällen spricht man dann auch vom sogenannten „Parkinson-Maskengesicht“.
  9. Teilnahmslosigkeit. Viele Parkinsonpatienten leiden an Apathie (Teilnahmslosigkeit). Dies führt zu einer verminderten Lebensqualität für den Patienten und seinen Angehörigen. Es wird geforscht, ob Medikamente einen Einfluss auf die Menge an Dopamin haben können, welche möglicherweise diese Apathie bei Patienten vermindern können.
  10. Nebenwirkungen von Medikamenten. Nebenwirkungen sind dann keine Krankheitssymptome, können aber sehr unangenehm sein. Die Einnahme des Medikaments Levodopa kann Tics auslösen. Dopamine-Antagonisten können impulsives Verhalten verursachen.

 

 

Quelle: www.michaeljfox.org

 

 

 

 

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